Foto: BC Stattegg Gerald Brunner
|

Bikeclub Stattegg und sein nachhaltiger Weg mit Gerald Brunner

Der Bikeclub Stattegg — kurz BC Stattegg — zählt zu den traditionsreichsten und aktivsten Mountainbike-Vereinen Österreichs. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 engagiert sich der Club nicht nur sportlich, sondern auch mit Blick auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft — zuletzt mit bemerkenswertem Erfolg. Als Initiator und treibende Kraft dieser Entwicklung zeichnet der Verein nun eine besondere Auszeichnung aus: Für sein langjähriges Engagement wurde Gerald Brunner beim Tag des Sports 2025 mit dem Ehrenamtspreis 2025 in der Kategorie Nachhaltigkeit gewürdigt.

Warum Bikeclub Stattegg beispielhaft ist

Der Bikeclub Stattegg zeigt, wie Nachhaltigkeit im Sportverein als integraler Bestandteil der Vereinsarbeit gelebt werden kann. Statt einzelner Maßnahmen verfolgt der Verein einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische Verantwortung, soziale Wirkung und langfristige Nutzung miteinander verbindet. Nachhaltigkeit beginnt bei der Planung von Infrastruktur, setzt sich im Vereinsalltag fort und wirkt bis in die Region hinein.

Ein zentrales Beispiel dafür ist der Pumptrack in der Höllbach Arena. Bei Planung und Umsetzung wurde die Anlage nicht nur funktional, sondern auch ökologisch in die Umgebung eingebettet: Rund um den Pumptrack wurden Wildblumen und Wildkräuter angepflanzt, die einen wertvollen Lebensraum für Insekten bieten und die Biodiversität fördern. Gleichzeitig ist die Anlage langfristig nutzbar und steht verschiedenen Altersgruppen offen – von Kindern über Jugendliche bis zu Erwachsenen. Sie dient sowohl als Trainingsfläche als auch als öffentlicher Begegnungsraum und verbindet sportliche Qualität mit effizienter Flächennutzung, naturnaher Gestaltung und sozialer Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit zeigt sich beim Bikeclub Stattegg zudem im allgemeinen Umgang mit Ressourcen. Fahrräder werden repariert, instandgesetzt oder weitergegeben, Pokale und Auszeichnungen wiederverwendet oder aus vorhandenen Materialien neu gestaltet – statt unnötige Neuanschaffungen zu tätigen. Dieses Prinzip „Reparieren statt Wegwerfen“ reduziert Abfall, spart Ressourcen und sensibilisiert Mitglieder und Teilnehmer:innen für nachhaltiges Handeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachwuchsarbeit. In Trainings, Camps und Vereinsaktivitäten lernen junge Sportler:innen nicht nur Fahrtechnik, sondern auch den verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Material und Infrastruktur. So wird früh ein Verständnis dafür geschaffen, dass sportliche Nutzung und Naturschutz kein Widerspruch sind.

Zudem basiert der Verein auf einer starken ehrenamtlichen Struktur. Viele Projekte – von Planung über Bau bis zur laufenden Betreuung der Anlagen – werden von engagierten Mitgliedern getragen. Dieses gemeinschaftliche Arbeiten spart Ressourcen, stärkt die Identifikation mit dem Verein und sorgt dafür, dass Projekte langfristig gepflegt und weiterentwickelt werden können.

Nicht zuletzt wirkt der Bikeclub Stattegg über die Vereinsgrenzen hinaus. Durch Kooperationen mit der Gemeinde, öffentliche Veranstaltungen und transparente Kommunikation zeigt der Verein, wie Sportvereine Verantwortung übernehmen und aktiv zur nachhaltigen Entwicklung ihres Umfelds beitragen können. Radfahren wird dabei nicht nur als Sport, sondern auch als Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur sichtbar gemacht.

Gerald Brunner: Nachhaltigkeit als gelebte Verantwortung

Gerald Brunner ist seit Beginn des Bikeclub Stattegg mit dabei — und hat im Laufe der Jahre entscheidend dazu beigetragen, Nachhaltigkeit kein Lippenbekenntnis, sondern eine Grundhaltung im Verein werden zu lassen. Laut Jurybegründung verbindet er „Radsport mit Nachhaltigkeit“ und integriert nachhaltige Prinzipien in alle Bereiche des Vereinslebens — von umweltfreundlichem Trail- und Streckenbau bis hin zu Upcycling und ressourcenschonendem Handeln im Trainingsalltag.

Sein Engagement geht über das übliche Maß ehrenamtlicher Mitarbeit hinaus: Er hilft, das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität und verantwortungsvolle Vereinsführung im Club zu verankern. Mit dem Ehrenamtspreis 2025 erhält diese Arbeit nun öffentliche Anerkennung — und zeigt, wie wichtig Umweltbewusstsein und Verantwortungsgefühl im (Radsport-)Vereinsleben sind.

Gerald Brunner bei der Verleihung des Ehrenamtspreises 2025 in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ beim Tag des Sports am 20. September 2025. Foto: Agentur Diener

Bedeutung für nachhaltigen Sport – und ein Beispiel für andere

  • Nachhaltigkeit im Alltag: Der Ansatz des BC Stattegg zeigt, dass nachhaltiges Handeln nicht erst bei großen Infrastrukturprojekten beginnt — sondern im Alltag eines Vereins, bei Trainings, Nutzung von Ressourcen und bei der Gemeinschaft lebt.
  • Gemeinschaft und Mobilität verbinden: Der Pumptrack wie auch das Vereinskonzept fördern Radfahren als umweltfreundliche Freizeit- und Mobilitätsform — damit leistet der Club einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in der Region.
  • Vorbildfunktion: Mit der Auszeichnung von Gerald Brunner sendet der Verein ein starkes Signal an andere Sportvereine: Nachhaltigkeit kann und soll integraler Bestandteil von Vereinsarbeit sein — zugunsten von Umwelt, Menschen und Gemeinschaft.

Der Bikeclub Stattegg beweist, wie Sport, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit sich gegenseitig bereichern. Das Beispiel zeigt: Mit Weitsicht, Engagement und guten Ideen kann ein Verein mehr bewegen als nur Räder — nämlich Haltung und Zukunft.

Ähnliche Beiträge