Verkehr

AthletInnen, TrainerInnen und FunktinärInnen wollen regelmäßig, oft mehrmals pro Woche, zu ihren Trainings- und Wettkampfstätten gelangen. Um dies möglichst effizient zu gestalten, setzen Sportvereine immer häufiger auf durchdachte Mobilitätskonzepte für ihre Vereinsmitglieder und Zuschauer

Für Sportvereine sind folgende Ziele nachhaltigkeitsrelevant:

  • Reduktion von CO2-Emissionen, Schadstoffen und Lärm
  • Vorrang von FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen und öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Carpooling und Shuttleservices etc. sowie effiziente Abwicklung durch ein nachhaltiges Verkehrssystem (Verkehrskonzept)
  • Informationsvernetzung.

Weiter Informationen finden Sie hier:

Umweltbundesamt – Informationen zum Thema Verkehr

Rollerstop – Informationen zu Rollerständern

Compano – Fahrgemeinschaft und Fahrplatzvermittlung

Ministerium für ein Lebenswertes Österreich  – Information und Förderungen im Bereich Luft, Lärm, Verkehr

Klimaaktiv – Informationen zur Mobilität

Klimaaktiv – Förderungen im Bereich Mobilität

Infothek Green Events – Das neue Informationsangebot des Green Event Austria – Netzwerks

 

Nachhaltiges Verkehrsmanagement für Sportveranstaltungen

Ein wesentliches Element der Nachhaltigkeit ist ein umwelt- und klimafreundliches Mobilitätsmanagement, so auch im Bereich des Sportes. Das betrifft sowohl die laufenden Vereinstätigkeiten wie gemeinsame Trainings als auch punktuelle oder wiederkehrende (Groß)Veranstaltungen.

Aktiv zu sein bedeutet meist auch mobil zu sein und Wege von A nach B zurückzulegen, sei es vom Wohnort zum Trainingsplatz oder zum Austragungsort eines Wettkampfes. Nachhaltig mobil bedeutet, diese Wege auf möglichst klimaschonende Weise zurückzulegen: möglichst Einzelfahrten mit dem Pkw vermeiden, den öffentlichen Verkehr nutzen oder auf energieeffiziente und emissionsarme Verkehrsmittel umsteigen.

Energie und Geld sparen

Nachhaltige Mobilität schont nicht nur die Umwelt und das Klima, in vielen Fällen bietet eine bewusstere Verkehrsorganisation auch finanzielle Vorteile. Ein Vereinsbus, mit dem Gruppen gemeinsam zu Wettkämpfen oder anderen Veranstaltungen fahren können, spart durch die Bündelung von Einzelfahrten Pkw-Kilometer (und Spritkosten) ein und reduziert Schadstoff-Emissionen.

Als Vereinsbus eignet sich nicht nur ein Fahrzeug mit Diesel- oder Benzinmotor, dessen Abgabe Umwelt und Klima schaden. Es gibt immer mehr Fahrzeugtypen mit alternativen Antrieben oder Elektromotoren. Durch Förderungen, wie im Rahmen von klimaaktiv mobil, werden diese – meist teureren aber klimafreundlicheren – Alternativen auch leistbarer. Das benötigte Netz an Ladestationen wird zunehmend dichter. Wer selbst eine öffentlich zugängliche Stromtankstelle errichten möchte, kann auch hier mit Förderungen rechnen.

Klimafreundliche Mobilität für Ihre Veranstaltung

Sport ist oft mit Wettkampf verbunden. Veranstaltungen stehen für Sportvereine somit häufig auf dem Programm. Unter den Kriterien für nachhaltige Veranstaltungen im Sinne der Green Events – Initiative des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich sind „Klimaschutz und Mobilität“ ein wesentlicher Faktor neben der nachhaltigen Ver- und Entsorgung oder sozialer Verantwortung.

Dazu gehört bei Großveranstaltungen vor allem die Besucherlenkung. Der zusätzlich induzierte Verkehr durch die An- und Abreise der Besucher soll dabei auf möglichst umwelt- und klimafreundliche Weise bewältigt werden. Gerade bei Sportveranstaltungen mit mehreren Austragungsorten kommt aber auch dem Verkehrsmanagement vor Ort einschließlich der aktiv teilnehmenden Sportler, Trainer und Begleiter eine wichtige Bedeutung zu.

Besucherlenkung in der An-/Abreise

Den wirkungsvollsten Hebel bei der Besuchermobilität setzt der Veranstalter durch ein attraktives und offensiv beworbenes alternatives Angebot bei der An- und Abreise, das die Besucher davon überzeugt, auf das eigene Auto zu verzichten. Geeignete Maßnahmen sind z.B. Kombi-Tickets zur Benutzung des öffentlichen Verkehrs, Shuttlebusse für die „letzte Meile“ vom Bahnhof zum Veranstaltungsort oder andere innovative Anreisemöglichkeiten, wie etwa eine organisierte Fahrradanreise mit der entsprechenden Infrastruktur, wie etwa einer Radgarderobe, vor Ort.

Mitfahrgemeinschaften sorgen für eine höhere Auslastung der Fahrzeuge und weniger Stau auf den Zufahrten. Oft ist auch die gemeinsame Anreise mit Bahn und/oder Bus eine günstige und umweltfreundliche, vor allem aber auch gesellige, Alternative (für Gruppenreisen gibt es im öffentlichen Verkehr fast immer Ermäßigungen), wobei hier immer die Komfortabilität des Gepäcktransports eine Rolle spielt.

Mobilitätsmanagement vor Ort

Gerade bei Sportgroßveranstaltungen mit Wettkämpfen in mehreren Disziplinen sind oft mehrere Austragungsorte nötig, die nicht unbedingt fußläufig voneinander erreichbar sind. Ein gut überlegtes Shuttle-System sorgt für effiziente Transporte zwischen Bahnhof oder Unterkünften und Veranstaltungsorten. Wo vorhanden, sollte unbedingt auf den bestehenden öffentlichen Verkehr aufgebaut werden um keine Ressourcen zu verschwenden. Wichtige Hauptrouten können verdichtet bedient und entlegene Standorte zusätzlich angebunden werden.

Für diverse Transporte vor Ort eignen sich auch innovative Lösungen, wie etwa mit Lastenrädern. In einem Leitfaden stellt der Deutsche Evangelische Kirchentag verschiedenste Einsatzmöglichkeiten für Lastenräder bei Großveranstaltungen vor – hier findet man leicht gute Anregungen.

Förderungen zu E-Bikes finden Sie hier:

Umweltförderung – Förderoffensive Elektrofahrräder und Transportfahrräder

Klimaaktiv – Förderungen rund ums Rad

Radlobby – Förderungen für Elektrofahrräder und Radabstellanlagen

Bitte beachten Sie, dass es auf Landes – und auf Gemeineebene eigene Förderschienen geben kann!

 

Kriterien für nachhaltige Mobilität bei Veranstaltungen im Überblick:

  • Anreisemöglichkeit ohne Pkw (muss)

  • Vorrangige Kommunikation einer klimaschonenden An- und Abreise (muss)

  • Mobilität bei Side Events (muss)

  • Zentral gelegener Veranstaltungsort bei regionalen Veranstaltungen

  • Veranstaltungsort mit öffentlicher Verkehrsanbindung

  • Motivation zu und Unterstützung einer umweltfreundlichen Anreise

  • Mobilität vor Ort bei mehrtägigen Veranstaltungen

  • Erreichbarkeit der Unterkünfte

  • Mobilitätsangebote von Seiten der Veranstalter

  • Beauftragung von Transportunternehmen

Beratung für klimafreundliche Mobilitätsmaßnahmen

Das Beratungsprogramm „Mobilitätsmanagement für Tourismus, Freizeit und Jugend“ bietet Ihnen Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Mobilitätsmaßnahmen sowie bei der klimaaktiv mobil Fördereinreichung. Beraten lassen können sich Gebietskörperschaften, Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen sowie Vereine und konfessionelle Einrichtungen, die CO2-relevante Maßnahmen für ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten innerhalb ihres Verantwortungsbereiches ergreifen wollen.

Die Beratung umfasst:

  • Unterstützung bei der Erarbeitung klimafreundlicher Mobilitätsmaßnahmen (auch im Hinblick auf deren Förderungswürdigkeit)
  • Praktische Tipps und Erfahrungen von gelungenen Projekten
  • Information über Fördermöglichkeiten
  • Hilfe bei der Einreichung zur klimaaktiv mobil Förderung (www.umweltfoerderung.at/verkehr)

Kontaktieren Sie uns – wir helfen gerne!

klimaaktiv mobil Beratungsprogramm
„Mobilitätsmanagement für Tourismus, Freizeit und Jugend“: komobile w7 GmbH

DI Dr. Romain Molitor, DI David Knapp, MA; DI Christine Zehetgruber

Tel.: +43 1 890 06 81 • Fax: 01/890 06 81-10

E-Mail: freizeit.mobil@komobile.at

Förderungen für klimafreundliche Mobilitätsmaßnahmen

Mit dem Förderungsprogramm klimaaktiv mobil bietet das BMFLUW auch finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Mobilitätsmaßnahmen, die zum Klimaschutz beitragen.

Lassen Sie sich gerne beraten, welche Förderungen für Ihre Mobilitätsmaßnahmen in Frage kommen.

Zum Beispiel:

Förderpauschalen für Elektro-Fahrräder und Transporträder

Elektro-Fahrräder 200 bzw. 400 Euro bei 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern
Elektro-Transporträder (Ladegewicht >80kg) 300 bzw. 600 Euro bei 100% Strom aus erneuerbaren Energieträgern
Transporträder (Ladegewicht >80kg) 400 Euro
Fahrradanhänger (Ladegewicht >40kg) 100 Euro

Förderpauschalen für Kleinbusse

Kraftfahrzeuge für Personenbeförderung (z.B. Kleinbus) Klasse M2

(mehr als 9 zugelassene Personen inkl. Fahrer und ≤ 5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht)

reiner Elektroantrieb

(bis zu 2 Fahrzeuge)

10.000 Euro pro Fahrzeug
20.000 Euro pro Fahrzeug bei 100% Strom aus erneuerbarer Energie
Erdgas (CNG) & Biogas

(bis zu 10 Fahrzeuge)

1.000 Euro pro Fahrzeug
2.000 Euro pro Fahrzeug bei mind. 50% Biogas

Förderungen für nachhaltige Mobilitätsmaßnahmen bei Veranstaltungen

Pauschalierte Förderungssätze für klimafreundliche Mobilität bei Veranstaltungen
0,30 Euro pro Veranstaltungsteilnehmer für investive Maßnahmen
0,20 Euro pro Veranstaltungsteilnehmer bei der Umsetzung von
bewusstseinsbildenden Maßnahmen
max. Förderungssätze:
max. 30% der förderungsfähigen Kosten bei Betrieben
max. 50% der förderungsfähigen Kosten bei Gebietskörperschaften

Im Rahmen dessen sind zum Beispiel folgende Maßnahmen bei Veranstaltungen förderungswürdig:

  • Bewerbung der öffentlichen An- und Abreise der BesucherInnen (Website, Infomaterial, andere Medien)
  • Gratis ÖV-Nutzung für BesucherInnen
  • Kombitickets (Bahnfahrt und Eintritt)
  • Shuttlebusse für die „letzte Meile“ vom Bahnhof zum Veranstaltungsort
  • Shuttlebusse zwischen mehreren Veranstaltungsorten
  • Angebote zur Anreise mit dem Fahrrad (z.B. gesicherte, überdachte Fahrradabstellanlagen)
  • Lastenfahrräder für Transporte am Veranstaltungsort

Neben diesen Förderpauschalen gibt es noch viele weitere Fördermöglichkeiten für Maßnahmen im Bereich der Freizeitmobilität:

klimaaktiv mobil Mobilitätsmanagement für Tourismus, Freizeit und Jugend